Titel: Bei Anruf Abzocke: Telefonwerbung abwehren

Bei Anruf Abzocke: Telefonwerbung abwehren

04.12.20

Leider eine gebräuchliche Masche: mit einem Anruf (unerwünschte Kaltakquise) lassen sich Verbraucher zu Verträgen drängen, die sie ursprünglich nicht wollten oder schlimmstenfalls nicht brauchen. In einigen Fällen helfen die Anrufer nach, um im Ernstfall einen angeblichen Vertragsabschluss zu beweisen. Wie man Anruf-Abzocke abwehrt, erfahren Sie in diesem Artikel.

Getürkte Tonbänder: droht bei Anruf Abzocke?

Der Spiegel berichtet von einem möglicherweise getürkten Vertragsschluss, der mit möglicherweise falschen Telefonaufzeichnungen durch einen Vertriebspartner von Vodafone belegt werden sollte. Das Landgericht München I hatte daraufhin dem Telekommunikationsriesen diese Form der Vertragsakquise untersagt. Wir raten: Seien Sie kein Ja-Sager. Schriftliche Willenserklärungen können verhindern, dass bei Anrufe Abzocke erfolgt und schafft die Grundlage, unerwünschte Verträge abzuwehren.

Sei kein Ja-Sager! Sag nein zu telefonischen Vertragsschlüssen

Dabei haben wir nicht nur mit unserem Video die Masche vorhergesagt, die nunmehr im Verfahren gegen Vodafone behauptet wird. Wir vertreten grundsätzlich die Meinung, dass auch bei originalen Tonbändern deren Beweiswert (auch ohne Fälschungen) unter Umständen nicht vorhanden ist. Denn es wird grundsätzlich nur ein Teil aufgenommen bzw. vorgelegt: der Teil nach der ausdrücklichen Aufnahmeerlaubnis.

Klassische Tricks bei telefonischer Anruf Abzocke erklärt

Was sind die klassischen Tricks, die uns unsere Mitglieder melden um Telefonische Abzocke aufzuklären?

  • Der Anrufer meldet sich als Angestellter einer großen, bekannten Firma (Telekom, Microsoft, Google etc.)
  • Es wird behauptet, es bestünde bereits ein Vertrag
  • der bisher kostenfreie Vertrag würde auslaufen

Uns ist dieser Ablauf bereits aus leider immer noch gängigen Enkel-Betrügereien bekannt, bei denen falsche Angehörige Unterstützung suchen oder die Polizei Bargeld auf Echtheit “prüft”.

Abzocke verhindern: Schriftliches Angebot fordern

Wie verhindere ich nun Abzocke am Telefon und falsche Gesprächsmitschnitte?

Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen und fordern Sie ein schriftliches Angebot an. Nur unseriöse Angebote müssen sofort angenommen werden. Sie werden sich wundern, wie wenige Anrufer schriftliche Angebote senden werden (wollen).

Egal wie gut ein Angebot heute ist: Eine Nacht darüber Schlafen ist eine weise Entscheidung und verhindert Hals- über Kopf-Entscheidungen.

Lassen Sie sich Sondervereinbarungen schriftlich bestätigen und lesen Sie vorher AGB gewissenhaft durch.

Wenn ein schriftliches Angebot oder Vertrag kommt, widersprechen Sie Fehlern sofort. Weisen Sie darauf hin, wenn etwas Anderes vereinbart war. Senden Sie dies sofort und per Einschreiben an die Gegenseite.

Vergessen Sie auch nicht, dass es kein pauschales Widerrufsrecht für Unternehmer gibt.

Abzocke von Senioren verhindern

Auch zur Abzocke von Senioren klären wir mit diesem Video auf:

Wichtig: Schämen Sie sich nicht, wenn Sie hier einen Fehler gemacht haben. Vertrauen Sie sich Ihrer Familie oder Rechtsberatern an. Mit offener Kommunikation lassen sich eine Vielzahl an Problemen lösen und Fehler korrigieren. Der finanzielle Verlust tritt meist eh hinter den emotionalen Schaden zurück.

Aufzeichnen von Telefonaten

Wichtig: Das grundsätzliche Aufzeichen von Telefonaten ohne Zustimmung der Gegenseite ist unzulässig und kann strafbar sein. Aber: Nehmen Sie nur auf was Sie sagen, ist dies erlaubt. Es empfiehlt sich daher eine entsprechende Möglichkeit zu prüfen und zu schaffen. Und vermeiden Sie es ein “JA” zu sagen. Denn da kann man vieles hineinlesen.


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