Verbraucherdienst e.V. wurde durch einen Anleger über das Geschäftsmodell der Firma Cunningham Mutual informiert. So drohen bei Geschäften mit dem Unternehmen hohe Verluste; die österreichische Finanzmarktaufsichtsbehörde (FMA) warnte mit einer Bekanntmachung vor einer Investition.
Handelt es sich beim Geschäftsmodell von Cunningham Mutual um Anlagebetrug?
Auf dem ersten Blick wirkt der Internetauftritt der Firma Cunningham Mutual professionell. Die Firma mit dem scheinbar überzeugenden Internetauftritt hat ihren Sitz in Hong Kong und ist unter www.cunningham-mutual.com erreichbar. Angeboten werden Wertpapierdienstleistungen; laut Berichten Aussagen des Anlegers soll die Kommunikation mit dem Unternehmen nur via Telefon und E-Mail stattfinden. Ein persönlicher Kontakt mit Anlageberatern der Cunningham Mutual soll demzufolge nicht zustande kommen.
Ob dem so ist, kann an dieser Stelle nicht beurteilt werden. Fest steht jedoch, dass die
österreichische Finanzmarktaufsichtsbehörde (FMA) Mitte Juli bekannt gab, dass die Cunningham Mutual „nicht berechtigt ist, konzessionspflichtige Wertpapierdienstleistungen in Österreich zu erbringen. Dem Anbieter ist daher die gewerbliche Anlageberatung in Bezug auf Finanzinstrumente gemäß § 3 Abs 2 Z 1 WAG 2007, nicht gestattet.“ (Quelle: FMA, https://www.fma.gv.at/cunningham-mutual/)
Anleger sind gewarnt
Aufmerksam auf die Firma wurden wir durch die Information eines Verbrauchers bzw. Anlegers. Dieser hat nach eigenen Angaben bereits über 30.000 EUR verloren. Danach wurde er wieder mittels Cold Calling ( mit unterdrückter Rufnummer ) von einem Telefonberater kontaktiert, der ihnen wiederholt dazu bewegen wollte noch mehr Geld zu investieren. Daraufhin wurde er Hellhörig und wandte sich an den Verbraucherdienst e.V. Laut des Anlegers soll er selber nur über sogenannte Kontoauszüge verfügen. Die investierten Gelder sind wohl nach Banken in Hongkong überwiesen worden.
Sollten Sie auch aber auch Geschäfte mit dem Unternehmen Cunningham Mutual gemacht haben, so ist höchste Vorsicht geboten. Der Kontakt zum Verbraucher erfolgt anscheinend mittels Cold Call (samt unterdrückter Rufnummer) – dies lässt aufhorchen. Auch dass ein direkter Rückruf zum Berater nicht erfolgen kann, lässt die Vermutung zu, etwas könnte hier nicht stimmen.
Zweifel am Firmensitz
Die angegebene Rufnummer auf der Homepage der Firma Cunningham Mutual liefert lediglich eine Bandansage (in englischer Sprache), die bekannt gibt, dass unter der Angabe von Namen und Rufnummer eine Nachricht hinterlassen werden kann. Verbraucherdienst e.V. vermutet, dass die Anrufer nicht in Hongkong sitzen, sondern sehr wahrscheinlich in der EU. Papier ist geduldig und Cold Calling Anrufe sind in Deutschland längst untersagt.
Möglicherweise sind die Investitionen verloren, im schlimmsten Fall waren die Investitionsmöglichkeiten möglicherweise nicht existent. Auch sind angebliche Sicherheiten wie Garantien und Wertbriefe kein Garant, denn wenn die Geschädigten nicht mehr liquide sind, könnte Cunningham Mutual nicht mehr erreichbar sein.
Allgemeine Hinweise für interessierte Anleger
Anleger sollten unbedingt prüfen, ob der Anbieter für das angestrebte Investment einer Finanzaufsicht unterliegt. Hier wäre die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) zu nennen. Sollte der Anlageberater auffallend hohe Rendite in Aussicht stellen, ist Misstrauen nicht unangebracht. Leider ist es auch so, dass bei ausländischen Firmen eine gewisse Vorsicht geboten sein sollte.
Sind Sie unsicher und haben Zweifel in Hinsicht auf Glaubwürdigkeit und Zuverlässigkeit des Anlageberaters, können Sie uns für allgemeine Informationen kontaktieren.
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